Die 9. Sinfonie in d-Moll op. 125 ist die letzte vollendete Sinfonie des Komponisten Ludwig van Beethoven. Als erstes Werk in Form einer Sinfoniekantate stellt sie eine Zäsur in der Musikgeschichte dar und beeinflusste folgende Generationen von Musikern. Zugleich markiert sie einen Höhepunkt der Sinfonik und ist heute weltweit eines der populärsten Werke der klassischen Musik.

Erstmals in einer erfolgreichen Sinfonie erfordert das Werk im Finalsatz zusätzlich Gesangssolisten und einen gemischten Chor. Als Text wählte Beethoven die Ode an die Freude von Friedrich Schiller. 1972 wurde das Hauptthema des letzten Satzes offiziell zur Europahymne bestimmt und 1985 von der Europäischen Gemeinschaft als deren offizielle Hymne angenommen. In der Begründung heißt es Sie versinnbildliche die Werte, die alle teilen, sowie die Einheit in der Vielfalt. Das in der Staatsbibliothek zu Berlin befindliche Autograph wurde am 4. September 2001 in das Weltdokumentenerbe (Memory of the World) der UNESCO aufgenommen.

Den Chor der Bayerischen Philharmonie verbindet mit diesem Werk etwas ganz Besonderes, denn er gab zum 10-jährigen Jubiläum der Jungen Philharmonie damit am 30. September 2006 sein Debütkonzert im Herkulessaal der Münchner Residenz, am 1. Januar 2007 das Neujahrskonzert im Festspielhaus Salzburg und im Juli 2007 das Abschlusskonzert der Europäischen Wochen in Passau.

Durch die langjährige Verbindung mit der Stadt Starnberg ist die Bayerische Philharmonie Bestandteil des regen Kulturlebens in der Stadt und wird an diesem Abend der große klassische Auftakt für das furiose Feuerwerk zu Ehren des Stadtgeburtstags sein.