Programm

Zur Premiere wollen wir Sie am 2.Januar 2013 im Kino Breitwand Starnberg passend zum Film zu einer indischen Nacht mit Bauchtanz, Lesung aus den Originaltagebüchern, Live-Filmmusik und Originalbildern verführen.

Der Film zeichnet die Geschichte des Kunstmalers Hannes Fritz-München nach, der während der Inflation der 1920-er Jahre seine sichere Stellung bei einer großen deutschen Bank aufgab, um als Porträtmaler Zugang zu den indischen Fürstenhöfen zu finden. Dort kam er zu Ruhm und Wohlstand, kehrte mit seiner Frau nach Seeshaupt zurück, versuchte sich mit dem Nazi-Regime zu arrangieren – vergebens - und fiel in Ungnade.

Fritz-München hat dieses Leben zwischen 1932 und 1937 mit einer 16mm-Kamera dokumentiert. Dabei sind bisher unveröffentlichte Fotographien und vor allem Filme entstanden, die sowohl das Leben an den feudalen Fürstenhöfen wie auch das Leben der einfachen, indischen Bevölkerung einfangen, von Gandhi zu den britischen Kolonialherren. Was hier wieder das Licht der Leinwand erblickt, ist unglaublich und allein den Film wert!

Die Geschichte Fritz-Münchens fragt danach, ob es sinnvoller ist, den herrschenden gesellschaftlichen Anforderungen zu entsprechen oder seiner individuellen Berufung zu folgen und seinen eigenen Weg zu gehen – trotz aller Unsicherheit, so wie es Fritz-München tat?

Im Anschluß an den Film am 2.1. Filmgespräch, danach Sitarmusik von Reiner Heidorn und Indian Fingerfood im Foyer


Reiner Heidorn

Reiner Heidorn praktiziert seit einigen Jahren ein intensives klassisches Studium in hindustanischer Musik auf der Sitar. Er spielt nach der Etawah Gharana im Stil des großen Sitaristen Vilayat Khan (1925 – 2009), man nennt diesen stil auch "Gayaki"; diese Ragainterpretation beruht auf dem Imitieren der menschlichen Stimme.

Website: www.heidornsitar.de