Das bayrische Decameron

Spitzbübisch und boshaft, urwüchsig und frivol sind Oskar Maria Grafs 31 Geschichten von schamlosen Weibern und gehörnten Ehemännern, von derben Mägden und ausgefuchsten Knechten. Mit wortgewaltiger Komik erzählt der Volksschriftsteller von Erotik und Bauernschläue zwischen Isar und Inn.

Oskar Maria Graf wurde 1894 in Berg am Starnberger See geboren. Von 1911 an lebte er als Schriftsteller in München. Von Wien aus, seiner ersten Exilstation, protestierte er 1933 mit seinem berühmten »Verbrennt mich!«-Aufruf gegen die Bücherverbrennung. Ab 1938 lebte er in New York, wo er am 28. Juni 1967 starb.

Quelle: http://www.buchhandel.de/detailansicht.aspx?isbn=9783548603452



Michaela May

Foto: Michael Lucan / Lizenz: CC BY-SA-3.0
Michaela May (Jahrgang 1952) zählt zu den gefragtesten und beliebtesten Fernsehschauspielerinnen. Obwohl sie als Kind vor der Kamera stand (1963 erste Hauptrolle in "Onkel Toms Hütte", 1965 als gelähmte Klara in "Heidi"), schlug die gebürtige Münchnerin nach dem Abitur zunächst einen anderen Weg ein und absolvierte eine Ausbildung zur Erzieherin (1968-71). Doch parallel dazu kehrte der ehemalige Kinderstar immer wieder zu Leinwand und Bühne zurück und schloß die Schauspielausbildung 1975 ab.

"Schauspielerei ist meine Passion", sagt Michaela May und erlebte ihren Durchbruch als Schauspielerin 1974 mit Helmut Dietls legendären BR-Serie "Münchner G'schichten". Seitdem wirkte sie in ca. 300 Filmproduktionen mit. Sie wurde Star zahlreicher TV-Reihen darunter "Monaco Franze", "Irgendwie und sowieso". "Hans im Glück", "Kir Royal", "Zur Freiheit", "Der Bergdoktor", "Der Alte", "Derrick", "Zum Sterben schön".

Zu ihren jüngeren Produktionen gehören u.a. "Die Geliebte", "Lovers", die auf Kuba gedrehte Folge des italienischen Mehrteilers "Prinzessin Fanttaghiro", der Kinoerfolg "Das merkwürdige Verhalten geschlechtsreifer Großstädter zur Paarungszeit". In Amsterdam und München stand sie gerade für den Fernsehfilm "Hochzeit zu viert" gemeinsam mit ihrer Tochter Lilian vor der Kamera. Sie spielt die Kommissarin Jo Obermeier in der Fernsehserie "Polizeiruf 110", die seit 2000 erfolgreich läuft und 2005 mit dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet wurde.

Schon seit 1968 trat Michaela May häufig in Theaterstücken in Berlin, Hamburg und München auf und blieb seitdem der Bühne treu. Zuletzt feierte sie große Erfolge als "Julia" in Noel Coward's Komödie "Gefallene Engel" in der Komödie im Bayerischen Hof.

Michaela May hält auch seit 1999 unterschiedliche Lesungen: "May im Juni", Krimilesungen mit verschiedenen amerikanischen Bestsellerautoren.

Privat ist Michaela May eingefleischter Italien-Fan, kocht sehr gern und spielt gern Tennis. Seit einigen Jahren begeistert sie sich für das Saxophon-Spielen. Außerdem ist sie sehr sozial engagiert und kümmert sich um Kinder, die an der unheilbaren Stoffwechselkrankheit Mukoviszidose leiden.




Maria Reiter

Das Akkordeon begann seine musikalische Karriere auf dem Tanzboden und mit gemütvollen Volksweisen aller Art. Bald aber strebte es sowohl auf das Konzertpodium hinauf, als auch in die Welt hinaus, indem es seine technischen Möglichkeiten mehr und mehr erweiterte.

Dieselbe Bewegung vollzog auch die Akkordeonistin Maria Reiter, die vom Trachtenverein und dem allseits beliebten "La Paloma" und Ähnlichem ausgehend sich z.B. der mongolischen Weltmusik mit Urna Chachar Tugchi zuwandte und folgerichtig auch mit deren internationalem Ensemble auf Weltreise ging. Dasselbe Reiseziel verfolgte sie mit dem Figurentheater der "Puppet Players", quasi einem "Welttheater en miniature". Originellerweise scheint die Weltläufigkeit auch auf die Gesänge von Purcell oder Monteverdi zuzutreffen. Diese wurden mit der Akkordeonistin und den Sopranen Monika Lichtenegger und Beate von Hahn für die Opernfestspiele in München inszeniert. Die barocken Zwiegesänge funktionierten aber ebenso gut – nur schweißgebadet –  bei den Festspielen in Hue/Vietnam.

Was wäre die Akkordeonistin ohne ihre Erzähler; seien sie Schauspieler, Sänger oder beides zusammen. Tourneen und viele schöne Einzelkonzerte erlebte sie mit Konstantin Wecker, mit Krista Posch, Rufus Beck, Petra Lamy, Nicole Beutler. Jahrzehntelanges Bühnenglück bescherte ihr Michael Heltau, selbiges Wolf Euba und und und ... ein fixes Standbein hat sie in Wien als Mitglied der Wiener Theatermusiker.

Inspirierendster Instrumentallehrer war ihr der baskische Akkordeonist und Dirigent Enrique Ugarte.

Eine große Herzensangelegenheit ist ihr die Kammermusik.
Sie pflegt seit Jahren tiefe musikalische Freundschaften mit der Geigerin Esther Schöpf, ebenso mit dem Cellisten Heinrich Klug. Der Münchner Pianist, Komponist und Dirigent Rudi Spring war ihr musikalischer Wegweiser. Er brachte Ordnung in ihren musikalischen Bauchladen und komponierte für sie ca. 300 Minuten Akkordeonmusik (Solo, Vokal,- und Instrumentalkammermusik, sowie Bearbeitungen und Orchesterintegration). Mit ihm und der Hackbrettistin Marianne Kirch zusammen war sie im Trio "Cosi fan Tango" Preisträgerin im intern. Kammermusikwettbewerb Düsseldorf 1995. Heute spielt das Hackbrett die Musikerin Elisabeth Seitz. Eine zweite Trioversion dieses Namens mit Violine statt Hackbrett existiert seit 2002, zunächst mit dem Wiener Konzertmeister Erich Höbarth, seit 2009 mit dem Münchner Konzertmeister Florian Sonnleitner.