Die Traumnovelle

Ein Ehepaar entdeckt, dass keiner der beiden Partner frei ist von unterdrückten Sehnsüchten und ihre Beziehung durchaus von Dritten gefährdet werden könnte. Verstört durch die eigene Sexualität und mehr noch durch die Angst, die Kontrolle über die Treue seiner Frau Albertine zu verlieren, gerät Fridolin in eine aggressive Stimmung gegen sie, die auch eine erotische Komponente hat. Die hysterische Verliebtheit der Tochter eines Patienten weist er zurück; einer jungen Prostituierten folgt er zwar ins Haus, beschränkt sich dann aber auf ein Gespräch mit ihr. Erst als ihn seine Neugierde und Abenteuerlust zu einer Orgie führen und er dort eine Frau sieht, die ihr Gesicht hinter einer Larve verbirgt, aber ihren wunderbaren Körper unverhüllt zeigt, ist er bereit, Albertine zu betrügen. Doch bevor es dazu kommen könnte, wird er als Eindringling entlarvt und vertrieben. Schließlich beichtet er alles seiner Frau und begreift, dass er auch in der Fremden nur Albertine gesucht hat.

"In jedem Wesen – glaub' es mir, wenn es auch wohlfeil klingen mag, – in jedem Wesen, das ich zu lieben meinte, habe ich immer nur dich gesucht. Das weiß ich besser, als du es verstehen kannst, Albertine."

Statt mit dem Bruch der ehelichen Beziehung zu enden, bewirkt die Gefährdung eine Katharsis. Aus der Ehekrise gehen Fridolin und Albertine beide mit einem größeren Verständnis füreinander hervor.

Die "Traumnovelle" bewegt sich zwischen Bewusstem und Unbewusstem, zwischen Traum, Fantasie und Wirklichkeit. Unverkennbar griff Arthur Schnitzler in dieser an mehrdeutigen Bildern reichen Erzählung auf, was er von Sigmund Freud über den Traum und das Unbewusste erfahren hatte. Obwohl Arthur Schnitzler eher sachlich und distanziert schreibt, veranschaulicht er sehr genau sowohl die Motive als auch die psychologische Entwicklung des Protagonisten, und es gelingt ihm zugleich, der "Traumnovelle" eine geheimnisvolle, teilweise surreale Atmosphäre zu geben.

Quelle: http://www.dieterwunderlich.de/Schnitzler_traumnovelle.htm




Jürgen Wegscheider

Jürgen Wegscheider absolvierte seine Ausbildung an der Schauspielschule Zerboni, München. Nach diversen Engagements in Frankfurt/Main ("Orpheus in der Unterwelt" von Jacques Offenbach) spielte er beim Südbayerischen Theaterfestival unter der Leitung von Cordula Trantow in Stücken von Willam Shakespeare sowie an diversen Bühnen in München.
Es folgten Tourneen sowie eine Vorstellungsserie im Theater im Rathaus in Essen mit dem Stück “Arsen und Spitzenhäubchen” (Tourneetheater Thespiskarren). Seine große Leidenschaft sind seit einigen Jahren seine eigenen Programme, mit denen er fortwährend  in Deutschland, Österreich, Belgien und der Schweiz gastiert.
Darunter befinden sich die Programme “LiteraTierisches”, der Wilhelm Busch-Abend “Buschiaden … und andere Schmeicheleien” (beide Programme mit Markus Maria Winkler), der Kurt Tucholsky-Abend “Der Löw´ ist los”, der Opern-Parodienabend “Opern-Eintopf” (mit Manuela Schelle) und die Lesung “Allerlei von der Liebe” (mit Tina-Nicole Kaiser) sowie die satirische Österreich-Revue “Oh mei ! Du Österreich” (mit Barbara Weinzierl).
Anlässlich des 200. Geburtstages von Franz Liszt folgten das Gesprächskonzert “Franz Liszt und Italien” mit dem Pianisten Paolo Tatafiore sowie ein Gesprächskonzert unter dem Titel “Musikalische Sommerträume” mit Werken von Beethoven, Ravel, Debussy, Schumann und Texten u.a. von Goethe, Schiller, Busch, Bertrand.




Paolo Tatafiore

Paolo Tatafiore wurde in Neapel geboren.
Er stammt aus einer Familie von Komponisten, Pianisten, Dirigenten und Malern. Er studierte Klavier, Orgel, und Komposition an den Konservatorien von Neapel, Avellino und Salerno. Nach dem Abschluss seines regulären Studiums durchlief er eine Reihe von Meisterkurse in ganz Italien, mit Carlo Bruno, Maria Tipo und anderen berühmten Pianisten. Zu dieser Zeit begann auch seine Karriere als Solist und Mitglied von Kammermusikgruppen, womit er auf verschiedenen italienischen Musikfestivals auftrat. Unter anderem trat er am Klavierfestival der RAI – italien. Rundfunk und Fernsehen - auf, sowie am „Musica Estate“ und „Arts Academy“ in Rom. Gleichzeitig wurde er zum engagierten und begeisterten Klavierpädagogen an italienischen musischen Gymnasien und am Konservatorium „D.Cimarosa“ in Avellino. Seither ist er der Lehrtätigkeit treu geblieben.
In diesen Jahren kam er auch zum Abschluss seines Studiums in der Universität von Neapel, im Bereich der klassischen Literaturwissenschaft und Archäologie.
Vor dem Anfang des neuen Millenniums übersiedelte er in die USA. Dort unterrichtete er im Fach Klavier in Bronxville im Staat New York und an privaten Musikschulen in Manhattan, Queens und Brooklyn. In regelmäßigen Abstände trat er als Solist im Lincoln Center, in der CUNY – City University of New York – am Auditorium der „New York City Public Library“, Donnell Center und an anderen Musikzentren New Yorks auf.
Er ist auch in enger Zusammenarbeit mit der American Symphony Orchestra League tätig gewesen, damit bekam er Soloauftritte mit Orchestern in Ohio und Idaho. Unter anderem ist er als Solist mit Orchester mit dem „Alessandro Scarlatti“ in Neapel, „Istituzione Sinfonica“ in Rom und im Veranstaltungsforum Fürstenfeldbrucks aufgetreten. Unter seinen Aufführungen zeichnet sich eine viel beachtete Interpretation von Rachmanichov´s Drittem Klavierkonzert aus. Dieses Konzert wurde live vom Bayerischen Rundfunk im Herkulessaal der Residenz mitgeschnitten.
Seit 2009 wohnt er in München, wo er auch in multimedialen Projekten mit Schauspielern wie Mario Adorf und Jürgen Wegscheider engagiert wurde. Auftritte in diesem Bereich in Halle/Saale, Bad Kissingen, Pfaffenhofen und München. Zum 200. Geburtstag von Franz Liszt 2011 hat er in Zusammenarbeit mit Jürgen Wegscheider ein Projekt mit Texten, Bildern und Musik entwickelt und aufgeführt.