Programm

Offbeat-Betonungen wecken beim Hörer das Bedürfnis nach rhythmischer Bewegung, weil das Unterbewusstsein durch eine Bewegung vom vorgezogenen Akzent hin zum unbetonten Beat beide miteinander verbinden will, um so das Auseinanderfallen von Beat und Akzent zu „heilen“. In der Zauberkunst beschreibt der „Offbeat“ bewusst gesetzte Momente, in denen das Publikum entspannt und abgelenkt ist - durch diese Aufmerksamkeits-Lücken entsteht im Kopf die Illusion, etwas unmögliches sei passiert. Das Gehirn versucht fleißig, diese Logik-Lücken zu „heilen“ - was nicht gelingt - und zack beginnt das Publikum zu staunen.

Luis Carr und Peter Fleckenstein lassen zum ersten Mal Zauberkunst und Percussion im wuchtigen Beat aufeinanderprallen, kombinieren Improvisation, virtuose Takte, Zauberkunst und Schauspiel.


Luis Carr

Luis Carr, Zauberkünstler und Umweltingenieur, hat sich mit seinen 29 Jahren bereits über drei Viertel seines Lebens mit der Zauberkunst beschäftigt, hat zahlreiche Auftritte hinter sich und zeigt keinerlei Anzeichen von Reue. Als kleiner Herr mit 6 Jahren entdeckte er den alten, zerfledderten Zauberkasten seiner Großtante. Er staunte. Seitdem konnte er im wahrsten Sinne des Wortes nicht mehr die Finger von davon lassen.
Seine reguläre schulische und akademische Ausbildung nutzte er unbekümmert, um unzählige Stunden lang Griffe zu üben, Spielkarten zu verspeisen, Lehrer zu täuschen und den jungen Damen seines Alters mit zauberhafter Gehirnverwurschtelung die Köpfe zu verdrehen.
Mittlerweile ist er Schüler von Gaston, einem internationalen Weltmeister der Zauberkunst, und verspeist nach wie vor Spielkarten.
Jeder Ort ist seine Bühne – kurz: er ist derjenige, der plötzlich auf den Tisch steigt und augenzwinkernd sagt: „Hier bin ich!“. So verwandelt er einen Kneipentisch, eine UBahn-Station oder ein Schaufenster in ein gebündeltes Mikro-Theater. Anders als konventionelles Theater und Film reißt seine Zauberkunst spielerisch die berüchtigte 4. Wand zwischen Bühne und Publikum ein. Dabei kombiniert er absurden, chaotischen Humor mit exzellenter Fingerfertigkeit und charmanter Schauspielkunst.


Peter Fleckenstein

Peter Fleckenstein wurde 1994 in München geboren.
Er ist Mitglied im Orchester Neue Philharmonie München, im bayerischen Landesjugendorchester und Landesjugendjazzorchester, seit 2010 ist er Stipendiat der Deutschen Stiftung Musikleben Hamburg.
Peter Fleckenstein erhielt beim Wettbewerb „Jugend musiziert“ 2007 und 2010 einen ersten Preis auf Bundesebene in der Solowertung und 2009 mit seinem Duopartner Quirin Reichl in der Ensemblewertung. Im Programm der Solowertungen war jeweils ein eigenes Werk.
Mit seinem Duopartner konzertierte er 2010 bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, bei den European Union of Music Competitions for Youth in den Niederlanden und 2011 beim Schleswig-Holstein Musik Festival. Zweimal war das Duo im Bayerischen Fernsehen zu sehen.
2010 wirkte Peter Fleckenstein zusammen mit Almuth Siegel und Antonia Schreiber an der Ersteinspielung des Werkes für Violine, Harfe und Schlagzeug von Wolfram Buchenberg mit, die vom Bayerischen Rundfunk aufgezeichnet wurde.
2012 wurde er anlässlich des Festes zum hundertjährigen Bestehen der Stadt Starnberg in die Ausstellung „100 Jahre – 100 Köpfe“ aufgenommen und spielte im Rahmen der Feierlichkeiten ein Solokonzert.
Nach dem Abitur 2012 begann er zum Wintersemester 2012/13 an der Musikhochschule Lübeck bei Professor Johannes Fischer das Schlagzeugstudium.