mit Werken von R. Strauss, H. Wolf. F. Schubert, D. Hofmann


Thomas Stimmel

Der in München geborene Bass Thomas Stimmel sammelte seine ersten musikalischen Erfahrungen zwischen 1992 und 1997 als Mitglied des Tölzer Knabenchors. Er studierte Gesang im Hauptfach bei Prof. Marilyn Schmiege und Liedgestaltung bei Prof. Donald Sulzen an der Hochschule für Musik und Theater München. Das Studium schloss Stimmel im Sommer 2011 mit sehr gutem Diplom ab.
Stimmel studierte daraufhin bis 2013 im Masterstudium bei Prof. Thomas Quasthoff, sowie Liedgestaltung bei Prof. Wolfram Rieger an der Hanns-Eisler-Musikhochschule in Berlin. Weitere wichtige Impulse erhält er von dem Bassisten Siegfried Vogel.

Stimmel war ausgewählter Teilnehmer bei Meisterkursen von Thomas Hampson und Wolfram Rieger im Rahmen des Heidelberger Frühlings Festivals 2009) sowie bei Thomas Quasthoff und Justus Zeyen während der Schubertiade 2010 und 2012 in Schwarzenberg (Österreich).
Einen wichtigen Teil seiner künstlerischen Aktivitäten widmet Thomas Stimmel dem Lied: Er war u.a. mit Schuberts Liederzyklus „Winterreise“ (Debüt 2010 im kleinen Konzertsaal des Gasteig München) bereits mehrfach zu hören, sowie im Rahmen des Schweizer Festivals "Cully Classique" mit Brahms ́ Liebesliederwalzern, am Klavier Helmut Deutsch. Sein Konzertrepertoire umfasst Stücke wie Händels „Messias“, die Oratorien Bachs, Mozarts „Requiem“, aber auch „Die Schöpfung“ von Haydn und Mendelssohns grosse Oratorien.
2011 debütierte Stimmel im Münchner Herkulessaal mit Bachs „Matthäuspassion“, sowie 2012 im großen Saal der Berliner Philharmonie mit Bachs „Weihnachtsoratorium“ unter der Leitung von Jörg-Peter Weigle.
Unter der musikalischen Leitung von Michael Hofstetter und in der Inszenierung von Christof Nel verkörperte er 2009 im Münchner Prinzregententheater den Astolfo in „Orlando Furioso“ von Antonio Vivaldi. 2009 konzertierte Thomas Stimmel mit Orffs „Carmina Burana“ unter der Leitung von Adel Shalaby am Cairo Opera House mit dem Cairo Symphony Orchestra. 2010 sang er in der Reaktorhalle München den Don Alfonso in „Così fan tutte“ (Mozart). 2011 gab er in Peter Eötvös Oper „Tri Sestri“ (Drei Schwestern) sein Debüt an der Staatsoper unter den Linden im Schilltertheater in Berlin (Musikalische Leitung: Julien Salemkour, Inszenierung: Rosamund Gilmore). Im April 2012 war Thomas Stimmel in der zeitgenössischen Wiederaufführung von Joseph Schusters komischer Oper „Il marito indolente“ bei den Tagen Alter Musik Regensburg 2012 in der Titelpartie zu hören (Inszenierung: Dominik Wilgenbus). Für I VIRTUOSI AMBULANTI E.V. gab er im Frühjahr 2012 im Haydnsaal auf Schloss Esterházy in Eisenstadt (Österreich) sein Debüt als Montano in der zeitgenössischen Erstaufführung von Joseph Weigls Salonkantate „Il Sacrifizio“.
Mehrfach sang Stimmel solistisch mit Orchestern wie dem Bayerischen Rundfunkorchester, der Neuen Hofkapelle München, den Münchner Symphonikern, sowie dem Georgischen Kammerorchester, der Rheinischen Philharmonie, Mitgliedern des Bayerischen Rundfunk Symphonieorchesters, dem Cairo Symphony Orchestra, der Berliner Staatskapelle und dem L'Orfeo Barockorchester.
Stimmel ist Kulturförderpreisträger des Landkreises Bad Tölz - Wolfratshausen. In der kommenden Spielzeit wird Stimmel unter anderem am Théâtre du Capitole Toulouse, als Dritter Hirte in R. Strauss ́ Oper Daphne zu hören sein.


Bjarni Frimann Bjarnason

Bjarni Frimann Bjarnason (Klavier) wurde 1989 in Reykjavik/Island geboren. Seine Mutter ist gebürtige Färöerin (Färingerin), sein Vater ist Isländer. Sein Studium (Geige, Bratsche, Klavier) schloss er 2009 an der isländischen Kunstakademie ab. Bereits 2008 gründete er das Streichorchester „Skark“, das sich auf moderne und zeitgenössische Musik spezialisiert hat. Unter seiner Leitung hat das Orchester mehrere erfolgreiche Konzerte in Island und auch in Berlin gegeben.
Seit 2010 studiert er Orchesterdirigieren bei Prof. Christian Ehwald bzw. Fred Buttkewitz an der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin. Er ist schon jetzt ein begehrter Klavier-Begleiter. Im Jahre 2011 war er Preisträger beim Paula-Salomon-Lindberg- Wettbewerb in Berlin.
Im Juni 2012 gewann er beim Hanns-Eisler-Preis für Komposition und Interpretation zeitgenössischer Musik in der Kategorie Interpretation den 1. Preis (s. Sendung „Einstand“ auf Deutschlandradio Kultur, 17.08.2012).
Am 28. Juni 2012 führten Scot Weir, Tenor und Bjarni Frimann Bjarnason, Klavier in St. Petersburg während des Festivals „3 centuries of lied“ den Liederzyklus “Die Winterreise” von Franz Schubert auf. Das kenntnisreiche St. Petersburger Publikum dankte mit Standing Ovations.
Am 12. Februar 2013 führten Prof. Helmut Deutsch (München, Wien) und Bjarni Frimann Bjarnason mit den Sängern Ka Eun Kim (Sopran), Christina Sidak (Mezzosopran), Jan Petryka (Tenor), Thomas Stimmel (Bass) den Zyklus „Liebeslieder“. Walzer mit Klavier zu vier Händen op. 52 (1869) von Johannes Brahms in der Berliner Philharmonie auf. Das begeisterte Publikum „erzwang“ mehrere Zugaben.
Das Konzert fand im Rahmen der Lunchkonzerte statt und lockte mehr als 800 Besucher in die Berliner Philharmonie. Initiator des Konzertes war das innovative Schweizer Festival CULLY CLASSIQUE (Künstlerischer Leiter: Jean-Christophe de Vries).
Das gleiche Programm wurde im Juni 2012 in Cully und im November 2012 im Schönbrunner Schloßtheater in Wien aufgeführt.