Unsterblich ist der Tod

Seine Schultern und sein Nacken schmerszten. Er hatte das Gefühl, als drehte sich der Raum, in dem er sich befand. Wo ist oben, wo ist unten, wo ist vorne, wo ist hinten? Nichts war mehr an seinem Platz, er fand keinen Halt mehr. Nur die Angst, die war überall.

In einer Stockholmer Nervenheilanstalt wird eine Leiche gefunden, sie ist ausgestopft und trägt die Uniform von Hermann Göring. Wer ist der Tote wirklich? Kommissar Kodi Blom und seine Kollegin Eva Pelle nehmen die Ermittlungen auf, folgen einer Spur nach Island – und erhalten dort einen Anruf von den Kollegen aus Stockholm: Es gibt einen zweiten Toten, er trägt die Kleidung von Joseph Goebbels. Was will der Mörder den Polizisten sagen?
Blom und Pelle finden heraus, dass es in der schwedischen Neonazi-Szene eine Göring-, eine Goebbels- und eine Himmler-Fraktion gibt, die miteinander rivalisieren. Töten sie sich gegenseitig? Oder sind es Ausländer, weil sie von den Neonazis schikaniert wurden? Zu den Verdächtigen zählt auch Claus Walitza, ein Deutscher, der nach Schweden eingewandert ist. Er liebt Chaplins Film „Der Große Diktator“ und verspottet die schwedischen Neonazis mit einem Adolf-Hitler-Gedächtnis-Skispringen, bei dem die Sportler den rechten Arm nach oben reißen sollen.
Die Ermittler schlagen sich durch ein Dickicht an Verdächtigungen, zwei weitere Menschen müssen sterben und am Ende stehen alle infrage – auch die Mitglieder der Mordkommission in Stockholm.

Morten Lund: Unsterblich ist der Tod. Kriminalroman. Verlag LangenMüller, München 2014. 303 Seiten. 19,99 Euro.


Gerhard Fischer

Morten Lund ist das Pseudonym des Journalisten Gerhard Fischer, 49. Er war von 2001 bis 2006 Korrespondent der Süddeutschen Zeitung in Nordeuropa. Dort hat er Pippi-Darstellerin Inger Nilsson, die Krimi-Legende Maj Sjöwall und die isländische Elfenbeauftragte getroffen. Elfen oder Trolle hat er leider nie gesehen. 2006 kehrte Fischer nach München zurück und arbeitete für das Ressort Außenpolitik der Süddeutschen Zeitung. Er schrieb weiterhin über Skandinavien, aber auch über kanadische Whiskey-Hersteller und australische Ureinwohner. Seit 2010 arbeitet er in Teilzeit für die SZ-Redaktion in Starnberg. Daneben schreibt er Bücher. „Unsterblich ist der Tod“ ist sein erster Schweden-Krimi.



Peter Weiß

Bild: G. E. Todd
Peter Weiß ist Schauspieler und künstlerischer Sprecher beim Bayrischen Rundfunk. Sein Studium an der Universität Mozarteum Salzburg schloss er 1987 mit dem Schauspieldiplom ab. 1990 erhielt er den Förderpreis des Freistaates Bayern für junge Künstler. Theaterengamements führten ihn u. a. nach Frankfurt, Salzburg und München. Er spielt in zahlreichen Filmen und Fernseh-produktionen. Für das Bayrische Fernsehen ist er regelmäßig als Sprecher der Sendung quer und beim Adventssingen des Bayrischen Rundfunks zu hören und zu sehen. Im Radio hört man seine Stimme in den Programmen von Bayern 2, Bayern 4 und Bayern 1.