„Das Leben selbst ist es, das dem Menschen Fragen stellt ...“

Dokumentarfilm von Monika Czernin im Gespräch mit Harald Mori, Existenzanalytiker, Logotherapeut und Assistent von Viktor Frankl

Viktor Frankl


Bild: Prof. Dr. Franz Vesely
Viktor Emil Frankl war Professor für Neurologie und Psychiatrie an der Universität Wien, hatte aber auch Professuren an der Harvard University sowie an Universitäten in Dallas und Pittsburgh inne. Die U.S. International University (später Alliant University) in Kalifornien errichtete eigens für ihn eine Professur für Logotherapie - das ist die von Frankl geschaffene Psychotherapierichtung, auch die "Dritte Wiener Richtung" genannt (nach der Psychoanalyse von Sigmund Freud und der Individualpsychologie von Alfred Adler). Von Universitäten in aller Welt wurden ihm 29 Ehrendoktorate verliehen.

Die Amerikanische Psychiatriegesellschaft verlieh Frankl als erstem nicht-amerikanischen Psychiater den Oskar Pfister-Preis - benannt nach einem Schüler von Sigmund Freud -, und die Österreichische Akademie der Wissenschaften wählte ihn zu ihrem Ehrenmitglied.

Seine 39 Bücher sind bisher (2013) in 43 Sprachen erschienen. Von einem einzigen unter diesen Büchern, "Man's Search for Meaning", waren bis 1997 weit über neun Millionen Exemplare erschienen. Laut Library of Congress (Washington) ist es "one of the ten most influential books in America". Und die Leser der japanischen Tageszeitung "Yomiuri Shimbun" wählten "Man's Search for Meaning" als "one of the ten books to be passed to the twenty-first century" (Yomiuri Shimbun, Tokyo, 2000/11/30). Auf deutsch ist das Buch erhältlich unter dem Titel "... trotzdem Ja zum Leben sagen (Ein Psychologe erlebt das Konzentrationslager)". Darüber hinaus sei von seinen deutsch erschienenen Büchern erwähnt "Der Mensch vor der Frage nach dem Sinn (Eine Auswahl aus dem Gesamtwerk)". Die letzten beiden Bücher, deren Veröffentlichung er noch erlebte, sind "Was nicht in meinen Büchern steht" (engl. "Viktor Frankl - Recollections") und "Man's Search for Ultimate Meaning".

© Viktor Frankl Institut: www.viktorfrankl.org




Monika Czernin


Monika Czernin, 1965 in Klagenfurt geboren, studierte Pädagogik, Politikwissenschaften, Philosophie und Publizistik in Wien und arbeitete schon während des Studiums für den österreichischen Rundfunk (Radio). Später für das ORF-Fernsehen, unter anderem im ORF-Büro in Berlin. Anschließend ging sie als Kulturredakteurin zur österreichischen Tageszeitung die „Presse“. Dort betreute sie die wöchentlich erscheinende Seite „Atelier“ über bildende Kunst. Seit 1996 lebt sie als freie Autorin und Filmemacherin am Starnberger See.



Harald Mori


Mori, Frankl – Bild: Photo: © G. Mori 1992
Geboren 1962 in Klagenfurt am Wörthersee.
Halbes Studium der Medizin in Graz und Wien. Ehem. ehrenamtlicher Rettungssanitäter beim Roten Kreuz. 9 Jahre Pflegetätigkeit an Krebsstationen für Kinder und Erwachsene.
Studium der Psychotherapie (Existenzanalyse und Logotherapie) in Wien und Fürstenfeldbruck
sowie bei Viktor Frankl persönlich. (Master of Science – Psychotherapy). Supervisor und diplomierter Psychoonkologe. (Spezialgebiet: Gynäkopsychoonkologie) Freie Praxis für Psychotherapie in Wien, Wilhelminenberg (seit 1991). Weltweite Lehr – und Vortragstätigkeit (u.a. in Lateinamerika, Kanada, USA, Japan, Südkorea, Russland).
Lehrtherapeut und Lektor an der Psychiatrischen Univ.-Klinik Wien (Prof. S. Kasper) für das Viktor Frankl Seminar. Delphintherapeut (delphingestützte Psychotherapie).
1987 bis 1997 persönlicher Assistent von Prof. Viktor E. Frankl in diversen Bereichen und in den 1990 bis 1996 von Prof. Frankl wieder aufgenommenen Universitäts- vorlesungen in Wien.