06.11.2026
19:00
Location
BergWerk am alten Rathaus
Begrüßung: Dr. Andreas Ammer – Autor und Fernsehproduzent
Mit Anfang Dreißig hatte Ulrike Meinhof erreicht, wovon andere nur träumten: Sie war eine renommierte Journalistin, wohnte mit ihrem Mann und den beiden Töchtern in einer Villa in Blankenese und gehörte zur linken Partyszene in Hamburg und Sylt. Vielen galt sie als Vorbild, und ihr Grundsatz lautete 1962 noch: »Schießenderweise verändert man nicht die Welt, man zerstört sie.« Doch 1970 ließ sie dieses Leben hinter sich, um in den Untergrund zu gehen, die sogenannte „Rote Armee Fraktion“ (RAF) mitzubegründen und fortan die bundesrepublikanische Gesellschaft mit Waffen zu bekämpfen.
Alois Prinz folgt den Lebensspuren der Ulrike Marie Meinhof von der Kindheit im »Dritten Reich«, dem Engagement in der Friedensbewegung, der Auseinandersetzung mit der Schuld der Deutschen für die Naziverbrechen, der Karriere als Journalistin bis zu ihrem Tod in Stammheim. Dabei leitet ihn die Frage, wie aus einer christlich geprägten Frau eine Terroristin und „Staatsfeind Nr.1“ werden konnte.
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