Foto: Severin Vogl
Performerin (Verrichterin), Sprecherin (BR2) & Schauspielerin
Ruth Geiersberger absolvierte in Paris, Berlin und München ihre Ausbildung in Körperarbeit (Feldenkrais), Gesang und Schauspiel, bevor sie eigene Projekte realisierte.
Für ihre Arbeiten, die sie „Verrichtungen“ nennt, geht sie als „Feldforscherin“ auf Erkundung des städtischen Außenraums, um die momentanen Notwendigkeiten zu finden. Auf der Suche nach der „Heimat“ begibt sich die Solo-Künstlerin an ungewöhnliche Orte, die sich in einem sogenannten Wartezustand befinden: am Bahnhof, auf Baustellen, in Kirchen oder im Zoo. Unter Verwendung von multimedialen Mitteln macht sie sich in ihren urbanen Feldforschungen insbesondere die Herstellung von Idyllen, aber auch deren Enttarnung, Verlust und Absturz zum Thema.
Interdisziplinär tätig, entwickelt Ruth Geiersberger seit 1997 (u.a. mit dem Musiker Ulrich Müller/ 48nord und der Berliner Regisseurin Martina Couturier) szenische Installationen. Mit Hilfe sogenannter Regelsysteme verbindet sie dabei zwei unterschiedliche Verlaufsformen: auf der einen Seite die Szene mit einer klar definierten Dauer, und auf der anderen Seite die Installation, zeitlich theoretisch unbegrenzt. Die Gestaltung der Arbeiten folgt im wesentlichen dem Gedanken, durch Klang- und Handlungsfelder neue Räume zu schaffen (siehe Werkliste).
Im Bereich der zeitgenössischen E-Musik arbeitet sie u.a. mit Peider A.Defilla (Donaueschinger Musiktage), Norbert Walter Peters, Sandeep Bhagwati, Walter Fähndrich und 48 nord.
Immer wieder eingebunden als Performerin wirkt Ruth Geiersberger bei zahlreichen internationalen Produktionen und Festivals mit; u.a mit Fiona Templeton, Roy Faudree, Christian Marclay (NewYork), Coi, FTM, Dauber/Rachl (München), Theater Thikwa und Martina Couturier (Berlin), Forced Entertainment (GB), Chaim Levano (Amsterdam), theatrcinema (PL), und Linda Gaudreau (Montreal).
Als “heimliche Münchner Berühmtheit” und entscheidende Theaterfigur erhält Ruth Geiersberger seit mehr als 10 Jahren städtische Förderungen der Landeshauptstadt München.
Pädagogisch ist sie tätig im Bereich Bewegung (Feldenkrais), Stimme, Performance: zahlreiche Workshops u.a. für Theater & Schule (München) und Education-Projekte der Berliner Philharmoniker.
Bild: Susie Knoll
Die Pianistin Silke Avenhaus überzeugt seit Jahren Publikum und Kritik mit ihrem Künstlertum, zupackenden Interpretationen, Entdeckungsfreude.
Für die jüngste Aufnahme hat sie Klavierwerke Wagners, Liszts und Rossinis in einem “Salon Chromatique et Harmonique” vereint und so in überraschende Zusammenhänge gestellt. Die lustvoll kreative Herangehensweise an die pianistische und kammermusikalische Literatur führte zu zahlreichen Auszeichnungen durch die Fachpresse wie dem Diapason d’Or, dem Supraphon Award sowie zu einer Nominierung für den Grammy Award und macht die Pianistin auch zu einer begehrten Kammermusikpartnerin. Bei EMI, ECM, Koch, Tudor, cpo, Berlin Classics, CAvi und harmona mundi sind bereits über 40 CDs entstanden, die sich einem breiten solistischen und kammermusikalischen Repertoire widmen.
Auf den Konzertpodien renommierter Konzertserien und Festivals in Europa, USA und Südostasien schätzt man die Interpretin Silke Avenhaus. Regelmäßig ist sie in der Wigmore Hall, Concertgebouw Amsterdam und im Wiener Konzerthaus zu Gast, sie trat im Salle Gaveau in Paris, der Philharmonie in Köln, München und Berlin sowie der Carnegie Recital Hall New York auf. Sie musizierte beim Marlboro Music Festival, beim Spannungen Festival, bei den Berliner Festwochen und beim Rheingau Musik Festival, auch bei den Salzburger Festspielen, dem Lucerne Festival, dem Schleswig-Holstein Musik Festival und dem Klavier-Festival Ruhr war sie zu hören. Weitere Einladungen führten sie zum Mondsee Festival und dem Kammermusikfestival Stavanger. Genreübergreifende Projekte, wie die über zwei Saisons gespielte Produktion “Ludwig II” mit Solowerken Richard Wagners an den Münchner Kammerspielen, oder die Zusammenarbeit mit Schauspielern zeigen die Vielseitigkeit und Offenheit der Interpretin.
Silke Avenhaus musiziert regelmäßig mit Künstlern wie Marie- Luise Neunecker, Christoph Poppen, Jörg Widmann, Thomas Zehetmair, Tabea Zimmermann, Sabine Meyer, Quirine Viersen, Tai Murray oder Antje Weithaas. Verschiedene Komponisten schrieben Werke, die sie zur Uraufführung brachte, so z.B. Magnar Aam, Helmut Eder, Detlef Glanert, Wilfried Hiller, Akikazu Nakamura, Bernd Redmann und Jörg Widmann.
Ihre pianistische Ausbildung erhielt Silke Avenhaus bei Bianca Bodalia und Klaus Schilde (Hochschule für Musik München), György Sebök (Indiana University, Bloomington) wie auch bei Sandor Végh und Sir Andras Schiff.
Silke Avenhaus lehrt als Honorarprofessorin an der Hochschule für Musik München und ist regelmäßig Dozentin bei der Villa Musica. Die Vermittlung klassischer Musik an ein neues Publikum ist für die Musikerin ein besonderes Anliegen, sei es mit Hörbüchern für Kinder, Gesprächskonzerten, Workshops oder durch die Beteiligung an dem von Lars Vogt initiierten Projekt “Rhapsody in School”.
Silke Avenhaus ist Mitbegründerin der Reihe “sounds and science”, die am Konzerthaus Wien läuft. Zudem engagiert sie sich bei “Artists for a better future”, einem Künstlerring, der weltweit soziale Projekte fördert.
Ihre jüngst eingespielte CD “trouts” mit Schuberts Forellenquintett sowie fünf neuen zeitgenössischen Variationen mit den Musikerkollegen Lena Neudauer, Wen-Xiao Zheng, Danjulo Ishizaka und Rick Sotijn erhielt großes internationales Echo.
In der Saison 2021/2022 übernimmt Silke Avenhaus zudem eine Gastprofessur für Klavierkammermusik an der Musikhochschule Lübeck.
Simon Schachtner, geboren 1994, stammt aus Gauting (bei München). Seine musikalische Ausbildung begann er im Alter von fünf Jahren auf dem Violoncello, gleichzeitig im Gautinger Kinderchor „St. Benedikt“. Lehrer waren u.a. Christoph Probst, Klaus Kämper und Prof. Mathias Johansen. Nach langjähriger Ausbildung bis zum Abitur bei Hanno Simons in München, studierte er bei Prof. Peter Hörr in Leipzig. Seit dem Wintersemester 2018 setzt er seine Master Studien bei Prof. Sebastian Klinger in Hamburg fort. Daneben besuchte er zahlreiche Meisterkurse u.a. bei Mischa Maisky, Prof. Troels Svane, Prof. Reinhardt Latzko, Prof. Julius Berger, Prof. Guido Schiefen, Prof. Leonid Gorokhov, Prof. Wolfgang Boettcher und Prof. Wen-Sinn Yang.
Weitere kammermusikalische Impulse erhielt er u. a. von Prof. Julia Fischer, Prof. Frank Reinecke, Prof. Caspar Frantz und Yvez Sandoz. 2007 – 2008 war er Mitglied im Jugendorchester Attacca der Bayrischen Staatsoper und bis 2010 Mitglied im Bayerischen Landesjugendorchester. In der Spielzeit 2020/2021 ist er Mitglied der Bielefelder Philharmoniker.
Ein besonderes Interesse gilt der Neuen Musik. In seiner Studienzeit in Leipzig war er erster Cellist im neugegründeten Ensemble „Zentrum für Gegenwartsmusik“ (ZfGM) unter der Leitung von Prof. Claus-Steffen Mahnkopf. Er spielte Uraufführungen u.a. von Beste Özcelebi, Rudi Spring und von seinem Bruder J. X. Schachtner.
Als Solist trat er u.a. mit der Orchestervereinigung Gauting, dem Collegium Bratananium, dem Karwendel Festival Orchester, dem Leipziger Symphonieorchester und der Norddeutschen Philharmonie auf.
Simon Schachtner wurde u. a. mit dem Lions-Jugend-Musikpreis (2. Platz), dem Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ (1. Platz) und mit dem „Günther-Klinge-Kulturpreis“ seiner Heimatgemeinde Gauting ausgezeichnet.
Förderungen erhielt er u.a. durch das Deutschlandstipendium der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy” Leipzig. Seit 2016 ist er Stipendiat bei Yehudi Menuhin „Live Music Now“ Hamburg und Leipzig.
Ich arbeite als freier Fotograf und Autor am Rande der bayerischen Alpen und überall dort, wo das Sehen so spannend und bereichernd ist.
Meine Arbeiten entstehen langsam, „laufend“ zu Fuß und immer draußen. Augenwege, offen für die Bilder, Menschen und Geschichten, intensiv.
Zeit ist der Schlüssel.
Ich veröffentliche einige Buchprojekte, wie „Siljas Reisen“ oder „Kiyo“, das für den Deutschen Fotobuchpreis nominiert wurde. „Die fliegende Jurte“, „Italiens wilde Seele“ und der neue Bildband „In den Bergen lebt die Freiheit“. Meine Multivisionsvorträge wurden mehrfach ausgezeichnet. Für die Akademie der Leica Camera AG veranstalte ich Masterclass Fotoworkshops und zeige meine Arbeiten regelmäßig in Ausstellungen.
Ich sehe mich als ein Erzähler mit der Kamera, leise und eindringlich, frei und auf eigenen Wegen.
Bild: privat
Stefanie Sargnagel, geb. 1986, studierte in der von Daniel Richter angeleiteten Klasse der Akademie der Bildenden Künste Wien Malerei, verbrachte aber mehr Zeit bei ihrem Brotjob im Call-Center, denn: «Immer wenn mein Professor Daniel Richter auf Kunststudentenpartys auftaucht, verhalten sich plötzlich alle so, als würde Gott zu seinen Jüngern sprechen. Ich weiß nie, wie ich damit umgehen soll, weil ich ja Gott bin.» Seit 2016 ist sie freie Autorin – und verbringt seitdem mehr Zeit bei ihrem Steuerberater.
Bläserquartett
Die vier Musiker:
Summa cum Gaudae
Marinus Wieser: Trompete, Flügelhorn
Florian Kronwitter: Trompete, Flügelhorn
Manfred Kastenmüller: Posaune, Basstrompete, Euphonium Leonhard Schwarz: Tuba, Basstrompete, Percussion
„Summa cum Gaudae“: „mit größter Freude“, so die Übersetzung des lateinischen Ensemblenamens. Aus dieser Freude und Liebe zur Musik haben sich vor 16 Jahren vier junge Blechbläser aus dem Tölzer Raum zusammengetan. Von Anfang an war es Bestreben, musikalische Spaziergänge durch die Epochen zu wagen und dabei jedoch immer dem Charakter jeden Stils treu zu bleiben. Werke großer Komponisten, die mit vier Blechinstrumenten kaum vorstellbar erscheinen, groovige Arrangements aus der Jazz- und Popmusik und Eigenkompositionen des musikalischen Leiters Leonhard Schwarz, sind musikalischer Inhalt des Ensembles. Roter Faden dabei ist die Interpretation und der besondere Klangkörper des jungen Ensembles, der mittlerweile zum Markenzeichen geworden ist. Ihr geschickt gestaltetes, abwechslungsreiches Programm bringen die vier Musiker mit diversesten Blechblasinstrumenten auf die Bühne. Zu sehen war das Bläserquartett schon in einigen Fernsehsendungen und ihre beiden Tonträger wurden von diversen Radiosendern vorgestellt. Den Spaß und die Freude an den vorgetragenen Werken haben sie sich stets behalten. Und damit verzaubern sie ihr Publikum und entführen es in wunderbare Klangwelten.
Susanna Klovsky wurde als Tochter eines Jazzmusikers in München geboren. Die vielseitige Pianistin ist Absolventin der Hochschule für Musik und Theater in München und der Solistenklasse an der heutigen Haute école de musique Genève – Neuchâtel (Schweiz).
Seitdem führt eine rege Konzerttätigkeit als Liedpianistin und Kammermusikerin sie regelmäßig zu Ensembles und Institutionen wie den Münchner Philharmonikern, dem Bayerischen Rundfunk und der Bayerischen Staatsoper, an der sie zuletzt bei den Montagskonzerten u. a. mit Hanna-Elisabeth Müller einen Liederabend gestaltete.
Beim Internationalen Jüdischen Musikfestival in Amsterdam 2014 gewann sie an der Seite des Tenors Yoéd Sorek den 1. Preis im Fach „Jiddische Lieder“ sowie den Utrecht Mercaz-Preis für das Programm „Simas Lieder“. 2015 leitete sie musikalisch ein szenisches Projekt über Wagners Wesendonck-Lieder, das unter anderem in Havanna, München und 2019 auch beim Kölner Fest für Alte Musik gezeigt wurde.
Darüber hinaus gilt ihre besondere Leidenschaft der Arbeit und Förderung junger Sänger: Seit dem Studienjahr 2015/2016 hat sie an der Hochschule für Musik in Nürnberg einen Lehrauftrag inne als Assistentin und Korrepetitorin der Gesangsklassen der Professoren Susanne Kelling und Siegfried Jerusalem. Sie ist außerdem eine gefragte Partnerin bei internationalen Wettbewerben wie dem ARD-Musikwettbewerb, wo sie seit 2009 offizielle Begleiterin ist.
Im Rahmen zahlreicher Meisterkurse und Konzerte arbeitet sie regelmäßig mit Künstlern wie Brigitte Fassbaender, Angelika Kirchschlager, Michelle Breedt zusammen. 2019 stellte sie sich in Barcelona beim Lied-Festival Victoria de Los Ángeles „LIFE Victoria“ gemeinsam mit dem Bariton Michael Nagy dem dortigen Publikum vor – mit einem Lied-Programm mit Werken von Schubert, Fauré und Brahms.
Susanne Kelling studierte zunächst Violoncello an der Hochschule für Musik und Tanz Köln und, nach ihrem Violoncello-Examen, bei Prof. Klesie Kelly aus den USA Gesang.
Ihre Gesangsausbildung vervollständigte sie an der „Accademia di Santa Cecilia“ in Rom. Sie debütierte in den Rollen der „Dorabella“ in „Così fan tutte“ und „Rosina“ in „Il barbiere di Siviglia“.
Bereits während dieser Zeit wurde die Bayerische Staatsoper in München auf Susanne Kelling aufmerksam und verpflichtete die Mezzosopranistin im „Jungen Ensemble“.
Seit diesem Engagement führen sie immer wieder Gastspiele an die Opernhäuser in Köln, Düsseldorf, Tokyo, an das Opernhaus San Carlo in Neapel, G. Verdi in Trieste, Carlo Felice in Genua, Teatro Regio in Turin, Fondazione dell`Arena di Verona, Teatro La Fenice in Venedig und an das Staatstheater am Gärtnerplatz in München, wo die Sängerin in verschiedenen Rollen ein gern gesehener Gast ist.
Prof. Susanne Kelling ist aufgrund ihrer Verdienste im Bereich interkultureller deutsch-italienischer Beziehungen, sowie ihrer Erfolge in italienischen Opernhäusern Trägerin des italienischen Bundesverdienstkreuzes und wurde mit dem “Ordine della stella della solidarietà italiana“ zum Ritter geschlagen.
Ein weiterer Höhepunkt ihrer Karriere war der Wunsch des Papstes Benedikt XVI, anlässlich seines Namenstages gemeinsam mit dem Henschel-Quartett „Die sieben letzten Worte“ von J. Haydn in einer Version für Streichquartett und Mezzosopran im Vatikan zu singen. Das Konzert wurde live von der Eurovision gesendet, die dazugehörige CD erschien als Weltersteinspielung.
Die in München wohnhafte Mezzosopranistin wurde 2014 als ordentliche Professorin für das künstlerische Hauptfach Gesang an die Hochschule für Musik Nürnberg berufen. Des Weiteren gibt sie regelmäßig Meisterkurse im Rahmen der Holzhauser Musiktage am Starnberger See, an der Europäischen Akademie für Musik in Montepulciano, dem Conservatorio Benedetto Marcello in Venedig und am Conservatorio Luigi Cherubini in Florenz.
Bild: Christian Huppert
Tanja Huppert, geboren in Kiew, besuchte die Lysenko-Spezial-Musikschule und spielte bereits im Alter von 15 Jahren Tschaikowskys Klavierkonzert Nr. 1. Mit 16 begann sie parallel ihr Studium an der Kiewer Tschaikowsky-Musikakademie und an der Hochschule für Musik und Theater München (bei Gerhard Oppitz und Michael Schäfer), die sie beide mit dem Konzertdiplom abschloss. Beim Bayerischen Rundfunk nahm sie mit den Bamberger Symphonikern (Bayerische Staatsphilharmonie) Mozarts Klavierkonzert Nr. 9 KV 271 „Jeunehomme“ sowie Solowerke von Ravel, Scarlatti und Haydn auf. Ihre Aufnahme von Bachs „Goldberg-Variationen“ BWV 988 wurde 2021 von den Redakteuren des Streamingdienstes Spotify in die Top 3 der klassischen Neuerscheinungen gewählt. Im gleichen Jahr nahm sie Wilfried Hillers Klavierzyklus „Buch der Sterne“ als Film im Großen Saal der Münchner Philharmonie auf.
Tanja Huppert lebt in München und ist als Solistin und Kammermusikpartnerin tätig. Kirill Petrenko, Chefdirigent der Berliner Philharmoniker, bezeichnet ihre Interpretation der „Goldberg-Variationen BWV 988“ von J. S. Bach als »subtil« und »gespielt mit großer Musikalität, Kreativität und hohem technischen Können«.
Bild: Nils Schwarz
Thomas Birnstiel (* 1978 in München) ist ein deutscher Schauspieler.
Thomas Birnstiel, der bereits mit 14 Jahren Schauspieler werden wollte, wirkte während seiner Schulzeit auf dem Gymnasium mehrere Jahre im Schultheater mit. Nach seinem Abitur und dem Zivildienst absolvierte er von 1999 bis 2003 sein Schauspielstudium an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ in Berlin. Es folgten erste Engagements am Staatstheater Braunschweig (2003, als Gymnasiast Georg Zirschnitz in Frühlings Erwachen) und am Prinzregententheater (München 2003; als Schreiber Licht in Der zerbrochne Krug, Regie: Michael Lerchenberg).
Ab 2003 war er festes Ensemblemitglied der Wuppertaler Schauspielbühnen, wo er u. a. die Titelrollen in Hamlet und Peer Gynt spielte. Mit Beginn der Spielzeit 2007/08 wechselte er als festes Ensemblemitglied an das Badische Staatstheater Karlsruhe.
Von der Spielzeit 2011/12 bis zum Spielzeitende 2014/15 gehörte Thomas Birnstiel dann zum Schauspielensemble des Theaters Regensburg. Zu seinen Bühnenrollen dort gehörten u. a. Florian in Der Brandner Kaspar und das ewig’ Leben, Brighella in Der Diener zweier Herren, Graf Paris in Romeo und Julia, Demetrius in Ein Sommernachtstraum, Graf von Moor/Schwarz in Die Räuber, Kapitän Horster in Ein Volksfeind und der Norman in Ladies’ Night. Am Theater Regensburg spielte er in der Spielzeit 2013/14 und (als Gast) 2016 den stotternden König Bertie (Georg VI.) in dem Theaterstück The King’s Speech.
Seit 2015 ist er freischaffend im Bereich Theater, Film und Fernsehen tätig. In der Spielzeit 2015/16 gastierte er am Theater Regensburg als Gutsbesitzer Timofej Gordejewitsch Bugrow in Platonow.
Im Fernsehen hatte er zahlreiche Nebenrollen, hauptsächlich in Produktionen des Bayerischen Fernsehens und des ZDF, wobei er häufig Charaktere mit süddeutschem, oberbayerischem oder österreichischem Hintergrund verkörperte.
In den Kommissar Pascha-Filmen, die im März 2017 erstausgestrahlt wurden, hatte er, an der Seite von Tim Seyfi und Michael A. Grimm, eine Nebenrolle als durch seine grantelnden, rassistischen Bemerkungen negativ auffallender Kommissar Herkamer. Er spielte u. a. in den Serien München 7 (2014–2015, als Spezialist Kurt), Die Rosenheim-Cops (2015, als tatverdächtiger, vor kurzem aus der Haft entlassener Monteur), SOKO Kitzbühel (2017, als zwielichtiger Hotelangestellter) und Um Himmels Willen (2017, als potentieller Erbe, an der Seite von Janna Striebeck). In der 17. Staffel der ZDF-Krimiserie Die Rosenheim-Cops (2017) war Birnstiel erneut in einer Episodennebenrolle zu sehen, diesmal als Geselle Martin Keller, der Mitarbeiter eines Säcklermeisters.
In der 19. Staffel der ZDF-Serie Die Rosenheim-Cops übernahm Birnstiel ab März 2020 die Rolle des Aushilfskommissars Theo Aubinger aus Berchtesgaden, die er auch in der 20. Staffel (ab Oktober 2020) wieder spielte.
In der ZDF-Fernsehreihe Frühling ist er seit 2023 in einer durchgehenden Nebenrolle als Dorfpolizist Charly zu sehen.
Neben seiner Arbeit als Schauspieler ist Birnstiel regelmäßig für den Bayerischen Rundfunk (Bayern 2 Radio Wissen), Sky und andere Unternehmen als Rundfunk- und Voiceoversprecher tätig. Gelegentlich arbeitet er auch als Synchronsprecher. Er war außerdem Dozent für die Fächer „Improvisation, Rolle und Ensemble“ an der Akademie für Darstellende Kunst Bayern.
Der Gitarrist Titus Vollmer ist tief verwurzelt im Blues. Obwohl seine Filmkompositionen zurzeit sehr erfolreich als fester und regelmässiger Teil der deutschen Fernsehabendunterhaltung zu hören sind (Mordkommission Istanbul, Lena Lorenz, Der Alte, Der Kroatien Krimi, etc.), war er schon immer auch einer der besten Vertreter der Bluesszene hierzulande. Als gefragter Sideman spielt er mit mit vielen namhaften Künstlern des Genres hierzulande. Festes Bandmitglied bei Ludwig Seuss (Spider Murphy Gang), und Christian Willisohn, langjähriger Freund und Wegbegleiter von Martin Schmitt.
Während seines Studiums der Filmkomposition in Boston, USA knüpfte er auch Kontakte in die dortige Szene und tourte mit Größen wie Jim Kweskin, Geoff Muldaur und James Montgomery oder Tony Lynn Washington. Diese Verbindungen halten bis heute. So wurde er zum Beispiel von der Folkmusic Legende Jim Keskin im Juni 2018 nach New York eingeladen um zu touren und danach zusammen mit der Sängerin Samoa Wilson eine CD mit Musik der 30er Jahre zu arrangieren und einzuspielen.
Matthias Bublath ist kongenialer Partner von Titus Vollmer. Sie teilen ihre Leidenschaft für die Blue Notes in ihrer seit 12 Jahren bestehenden Band “Fourganic” und verstehen sich blind. Gemeinsam mit Max Grosch wird sich die Energie der drei Musiker multiplizieren!
Bild: Wilfried Hösl
Der gebürtige Schweizer Tobias Truniger absolvierte sein Klavierstudium bei den Professoren Boris Bloch und Till Engel an der Folkwang Hochschule Essen. Er setzte seine Studien im Bereich Liedgestaltung und Korrepetition an der Musikhochschule Leipzig bei Prof. Karl-Peter Kammerlander, sowie in Kursen bei Brigitte Fassbaender, Norman Shetler und Roger Vignoles fort. Tobias Truniger arbeitete als Korrepetitor an der Deutschen Oper am Rhein in Düsseldorf, wo er auch als Lehrbeauftragter an der Robert-Schumann-Musikhochschule tätig war. Ab 2000 war er Studienleiter der Gesangsklassen an der Musikhochschule Nürnberg-Augsburg und leitet weiterhin eine Liedklasse an der Musikhochschule München. Als Liedbegleiter konzertiert er mit Sängern wie Angelika Kirchschlager, Thomas Moser und Edith Wiens und betreut als Vocal Coach zahlreiche Sänger an führenden europäischen Opernhäusern und Festivals. Ab der Saison 2009/10 ist er musikalischer Leiter des Opernstudios der Bayerischen Staatsoper.
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